IMC Konferenz in Austin

 
Nur wenige Monate nach der 5. Geburtstagsfeier des Independent Media Center, als nichtkörperschaftliches Medium für die freie Veröffentlichung von Nachrichten und Informationen, versammelten sich über 150 IMCer, größtenteils aus den USA, in Austin, Texas zur IndyConference, die vom 18.-20. Februar stattfand. Das Wochenende umfasste sowohl theoretische als auch praktische Workshops, Diskussionsrunden und Erfahrungsaustausche um unsere Effektivität als radikales Mediennetzwerk zu verbessern. Außerdem fanden Präsentationen von Medienaktivisten wie Douglas Kelner, John Downing, Clemencia Rodríguez und Amy Goodman statt.

Die Diskussionsrunden behandelten Themen wie Professionalismus und Indymedia, Fehler und Zukunftsaussischten von IMC, Die geographische Hürde, Aufbau von IMC während einer Massenmobilisierung , Blogging und Indymedia, IMC und benachteiligte Gemeinden, and Rasse und Geschlecht in Indymedia. Daneben fanden Workshops und Austausche über Probleme wie den IMC Presseausschuss , IMC Videodiskussionn, Wie man eine Radioshow macht, and Widerstand dokumentieren. Viel Zeit wurde einem Gespräch zum Thema Indymedia.us, open-publishing Website und Internetportaldas Nachrichten und Infos lokaler IMCs in den USA sammelt. Vor Beginn der Workshops am Freitag besprachen wir,wie wir über die Konferenz berichten würden und stimmten die einzelnen Aufgaben ab. Wir hoffen, dass die Dokumentation als hilfreich betrachtet wird und würden uns über eure Meinungen zu sämtlichen Aspekten der Konferenz freuen.

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Freitag nachmittag versammelten sich sämtliche Konferenzteilnehmer im Gouverneurssaal der Universität von Texas zum ersten Treffen und um sicher zu gehen, dass jeder während seines Aufenthalts in Texas wohlversorgt ist. Ein Teilnehmer erklärte gegenüber dem Organisationsteam, dass „das persönliche Treffen die Solidarität mit dem IMC sowie auch dessen Verantwortung erhöht“. Es starteten die Diskussionsrunden über Themen wie: Ethik im Guerillajournalismus: Professionalismus und Indymedia (audio), Innere Missstände: Fehler und Zukunftsaussichten des IMC sowie (audio), Trolls, Hackers und Moderation. Am Abend sprachen wir mit den Diskussionsleitern Douglas Kelner und John Downing über “Oppositionspolitik und Internet” sowie “Radikale Medien der Gesellschaftsbewegungen: ihre typischen Achillessehnen und ihre überraschenden Stärken“.

Samstag war mit Workshops ausgebucht! Wie erforschten Themen wie Die geographische Hürde: Organisation staatlicher und nationaler IMCs, Aufbau eines IMCs während einer Massenmobilisierung, Blogging und Indymedia, Radical Referencing, Reporterarbeit and IMC und benachteiligte Gemeinden. Weitere Workshops beschäftigten sich mit Druck, Video, Radio (audio) und US–IMC. Viele Anwohner aus Austin hörten von Indymedia zum ersten Mal als sie den Film Independent Media in a Time of War (Dial-Up | Broadband) sahen und eine Präsentation von Amy Goodman, Moderatorin und Produzentin von Democracy Now!, hörten. Am Abend stellte eine lokale Wohngesellschaft einen Hinterhof für eine Party der IMCs zur Verfügung, während der man beliebte Widerstandsfilme wie Fuck The Corporate Media und A Call to Media Arms zeigte.

Sonntag war für alle ein bewegender Tag, speziell für die Teilnehmer des Workshops zum Thema Rasse und Geschlecht in Indymedia. In einem weiteren zum Thema Widerstand dokumentieren: Historische Erfordernis der Videoarchivierung (audio), besprachen wir die Möglichkeit des Aufbaus eines Videoarchivs zur Aufbewahrung und Verfügbarkeit von Indymedia Aufnahmen. Die Abschlussversammlung (audio), zu der sich fast alle Konferenzteilnehmer trafen, war für viele von uns ebenso bewegend: wir diskutierten unsere Erfahrungen mit Indymedia, Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den einzelnen lokalen IMC-Centern und unsere Hoffnungen und Träumen hinsichtlich der Zukunft des Indymedia-Netzwerks. Es wurde an die Mithelfer anderer IMCs erinnert , die von der Konferenz nichts wussten oder an ihr aus familiären, beruflichen oder finaziellen Gründen nicht teilnehmen konnten. Wir wollen alle Aspekte von Indymedia verstärken: angefangen bei den lokalen IMCs über Indymedia.usund Indymedia.org bis hin zu den Orten auf der Erde, denen der Aufbau einesneuen Independent Media Centererst noch bevorsteht.

Die überwältigende Erfahrung des persönlichen Austauschs und Kennenlernens wird das Netzwek in den Vereinigten Staaten und der Welt stärken. Unsere Freunde in Austin,The Rhizome Collective, Austin Spokescouncil und The Austin Independent Media Center sorgten vorbildlich für sämtliche angereisten Gäste. Die Erfahrung wird bei zukünftiger Planung und Aufbau anderer regionaler Konferenzen helfen.

Vor einem Jahr fand eine lokale Konferenz in Oceania , statt sowie Media EmergenC in San Diego. Kurze Zeit nach Indyconference fand ein Netzwerktreff der United Kollectives in Bristolstatt. Dort diskutierte man über die Schließung des Ahimsa-Servers und weitere aktuelle Verleumdungs- und Defamationsklagen sowie den G8-Gipfel in Scotlandvom 6. bis 8. July.

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