Music-Piraten gehen in die Berufung

 

Sunde und Svatholm
Sunde und Svatholm


Urteil: Pirate Bay-Betreiber müssen ein Jahr in Haft .... Die Betreiber des BitTorrent-Trackers `The Pirate Bay` haben in dem von der Musikindustrie angestrengten Verfahren vor einem schwedischen Gericht verloren. Der Richter befand sie für schuldig.

Rund 250 Bürger demonstrieren gegen "Scheuklappen fürs Internet" .... Bei einer Mahnwache unter dem Motto "Keine Scheuklappen fürs Internet" haben am heutigen Freitag in Berlin vor dem Bundespresseamt rund 250 besorgte Bürger gegen Netzsperren in einer freien Gesellschaft protestiert. Sie folgten einem Aufruf zahlreicher zivilgesellschaftlicher Organisationen einschließlich eines Vereins von Opfern sexuellen Missbrauchs und wandten sich konkret gegen die zeitgleich in dem Gebäude stattfindende Unterzeichnung von Verträgen durch fünf große Provider zum Erschweren des Zugangs zu kinderpornographischen Webseiten mit dem Bundeskriminalamt (BKA). Die Demonstranten trugen dabei Schilder mit dem Konterfei von Bundesministerin Ursula von der Leyen mit dem Untertitel "Zensursula". Die CDU-Politikerin hatte die heftig umstrittene Vereinbarung monatelang mit Nachdruck eingefordert. .... Bevölkerungskontrolle/Überwachung/Orwell ...
 http://www.heise.de/newsticker/Rund-250-Buerger-demonstrieren-gegen-Scheuklappen-fuers-Internet--/meldung/136337
Manitu.de: Informationen zur geplanten Internet-Zensur in Deutschland .... Liebe Leserin, lieber Leser, das Bundeskabinett hat im März 2009 ein Eckpunktepapier zur Internet-Zensur in Deutschland beschlossen (weitere Informationen dazu hier). Um es vorweg zu nehmen: Wir zensieren den Internet-Zugang unserer Kunden nicht!..Selbstverständlich ist die Intention des Bundeskabinetts, derart Abscheuliches im Internet zu verhindern oder zumindest einzudämmen, absolut zu begrüßen und zu unterstützen. Jedoch halten wir, ebenso wie diverse Experten und Organisationen, die Vorgehensweise für technisch unwirksam, inhaltlich falsch und für verfassungsrechtlich bedenklich (siehe dazu auch die Links am Ende dieses Artikels).  http://www.manitu.de/zensur-freies-internet/
freenet fordert Rechtssicherheit bei Sperrung von Seiten mit kinderpornografischen Inhalten
Die freenet AG (ISIN DE000A0EAMM0/ WKN A0EAMM) gab am Freitag bekannt, dass sie bislang keine Vereinbarung mit dem Bundeskriminalamt zur Sperrung von Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten unterzeichnet hat. Der Telekommunikationsanbieter nimmt hierzu wie folgt Stellung:  http://www.finanzen.net/nachricht/freenet_fordert_Rechtssicherheit_bei_Sperrung_von_Seiten_mit_kinderpornografischen_Inhalten_873412
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Kommentatorinnen: Digital_Data .... Die Antwort des Kapitalismus ....... Das Argument, ohne Bezahlung gäbe es keine Kultur mehr, ist ein Scheinargument. Auf Wikipedia arbeiten tausende von Leuten umsonst an einem Lexikon. In allen Ländern dieser Welt gibt es Filmer, die Kurzfilme aber auch Langfilme machen, und dies nur rein aus Spaß tun ohne kommerziellen Hintergedanken oder aber durch Firmensponsoring und Filmförderungen finanzieren. Ähnliches gilt für die Musikindustrie.
Wir befinden uns auch deshalb in einer Wirtschaftskrise, weil der Kapitalismus auf die Fragen des digitalen Zeitalters keine Antworten hat. Der Kapitalismus kann weder beantworten, wie man mit kostenlosen Angeboten wie Wikipedia umgeht, die die Existenzgrundlage von Firmen wie Der Brockhaus untergräbt, noch weiß er Antworten auf die Vervielfältigung von digitalem Content. Und er hat schon gar keine Antwort darauf, dass Künstler Content kostenlos auf Plattformen wie YouTube veröffentlichen.
Insofern ist die Frage des Kommentares schon richtig. Die Gesellschaft bzw. allen voran das kapitalistische System muss Wege finden mit den neuen Herausforderungen des digitalen Zeitalters umzugehen. Wird das nicht getan, dann werden die Herausforderungen deswegen nicht verschwinden, sie werden das System irgendwann komplett killen. Nach dem Stockholmer Gerichtsurteil werden die Betreiber der Tauschbörse The Pirate Bay im Netz als Märtyrer gefeiert. Dabei geht es darum, unter welchen Bedingungen Kultur im digitalen Zeitalter möglich ist. Doch können Richter diese Frage überhaupt beantworten? Die Website "Torrent Freak" zeigte Peter Sunde, Fredrik Neij, Gottfrid Svartholm und Carl Lundström jedenfalls schon Minuten nach dem Urteil im schwedischen Pirate-Bay-Prozess in fast märtyrerhafter Pose: Neben ihre Porträtbilder hat das Weblog, das Nachrichten rund um das Thema Tauschbörsen und Filesharing sammelt, die Geburtsdaten und Nutzernamen der vier Männer geschrieben.
Was dort nicht steht, aber für jeden Leser von Torrent Freak erkennbar ist: "Diese vier leiden für unsere Sache." Zu jeweils einem Jahr Gefängnis und einer Schadensersatz-Summe von umgerechnet 2,74 Millionen Euro hat ein Gericht in Stockholm sie heute verurteilt und damit eine symbolisch bedeutsame Schlacht in dem Kampf entschieden, der derzeit im Netz geführt wird: dem Krieg ums Urheberrecht. Gesellschaftliche Debatte nötig
Dabei geht es um Fragen, die nicht von Gerichten entschieden werden sollten, sondern in einer breiten gesellschaftlichen Debatte, in der die Argumente sorgsam abgewogen werden. Dazu zählt beispielsweise, anzuerkennen, dass die heute verurteilten Pirate-Bay-Betreiber nicht einfach ungezogene Jungen sind, die man durch Abschreckung wieder auf den rechten Weg bringen kann. Die sogenannte Piratenbewegung bringt Argumente vor, die man nicht teilen muss, aber doch mindestens anhören sollte.
Denn am Ende wird man den Prozess der Digitalisierung und die damit einhergehenden Urheberrechtsverletzungen selbst mit immer härteren Strafen nicht stoppen können. Selbst wenn Pirate Bay schließen muss - was keineswegs sicher ist -, werden sich neue Wege finden, auf denen die vom Trägermedium (Papier, CD, Vinyl) gelöste Information verbreitet wird. .... "Wer ein Kulturprodukt kauft, tut das für die eigene Nutzung. Er erwirbt nicht das Recht am Inhalt und ist somit auch nicht berechtigt, den Inhalt an andere weiterzugeben" Wie jetzt, wenn ich ein Buch kaufe dies lese und dann eine Passage auswendig gegenüber einem dritten zitiere, der sie wiederum mitschreibt, dann mache ich mich strafbar? (ein signifikanter Teil der deutschen Hochschullehrer wäre damit übrigens in die Illegalität abgeglitten...*g*) Auf welche Grundlagen wurden denn die 4 verurteilt?
Gegen welches Gesetz haben sie verstossen? Verbreitung von Informationen? Nach dieser Logik können jetzt endlich (!!!!) auch alle Waffenhersteller wegen Beihilfe zu Mord verhaftet werden. Alle Waffenhersteller, Militärs und Waffenhändler in den Knast ! Richtig es ist eine politische Frage Und die muss politisch beantwortet werden, nach möglichkeit nicht in der Form eines weiter so im Sinne der derzeitigen Rechteinhaber, sondern abwägend und die Informationsfreiheit beachtend.
Mächtige Heuchler .... Nirgendwo haben es Steuerbetrüger und Geldwäscher leichter als in den USA und in Grossbritannien. Eine Studie zeigt, wie die beiden G-7-Länder die internationalen Regeln mit Füssen treten, die sie anderen Ländern aufzwingen. .....  http://www.weltwoche.ch/home.html

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