Rätselhafte SPD-Strategie

 

Albrecht Müller
Albrecht Müller


Des Rätsels Lösung: SPD-Spitze arbeitet für andere. ....... Sie mögen dies für eine sehr gewagte Vermutung halten. Dann bleibt Ihnen als Lösung des Rätsels alternativ nur die Vermutung, dass in der SPD-Spitze nur noch Dummköpfe sitzen. Andere Erklärungen gibt es für den Niedergang dieser großen und wichtigen Partei aus meiner Sicht nicht. Albrecht Müller  http://www.nachdenkseiten.de/?p=4169

Vorweg: Dies ist eine dramatische und für unser Volk unerfreuliche Entwicklung. Denn wir bräuchten eine wirkliche politische Alternative zum neoliberal bestimmten Kurs von Union und FDP. Dies kann man ohne Parteilichkeit feststellen. Eine Alternative zu haben, ist eine ur-demokratische Regel. Ohne die SPD wird es unter heutigen Bedingungen aber keine Alternative zum rechtskonservativen Lager geben. Deshalb ist die Erkenntnis, dass die SPD-Spitze im Auftrag anderer Interessen arbeitet, so bedrückend.

Zur Begründung einige gravierende Indizien: 1. Die SPD Führung hat in den letzten 10 Jahren ihre Kompetenz und ihr Profil in zentralen Fragen aufgegeben und damit sehenden Auges in Kauf genommen, nahezu alle Ministerpräsidenten, die Hälfte der Mitglieder und auch nahezu die Hälfte der Wähler zu verlieren. Sie hat mit Hartz IV und Agenda 2010 die soziale Kompetenz geopfert. Mit der militärischen Intervention im ehemaligen Jugoslawien und jetzt in Afghanistan gab sie ihr Image als Partei des Friedens und der Verständigung auf. Mit Schröder, Clement, Eichel und Steinbrück hat sie ihre wirtschaftspolitische Kompetenz verloren; die SPD galt einmal als Partei, die etwas von Konjunktursteuerung und aktiver Beschäftigungspolitik verstand. Die SPD hatte früher sogar einmal die Meinungsführung in Umweltfragen; sie hat auch dieses Prä – allerdings schon in den 70ern – leichtfertig verspielt und an die Grünen abgegeben.
2. Ihre Wahlkampfstrategie stimmt nirgendwo: ...... Mehr:  http://www.nachdenkseiten.de/?p=4169 ........ Schon die Verkürzung der Legislaturperiode und damit der sozialdemokratischen Kanzlerschaft im Jahr 2005 war rational nicht zu verstehen. ....... Auch das seltsame Verhalten in Thüringen ist nicht zu erklären, ........ Die Strategie der SPD-Führung insgesamt stimmt hinten und vorne nicht und wird, wenn nichts geändert wird, zu einer dramatischen Niederlage führen, die ähnlich wie in anderen westeuropäischen Ländern zu einer gefährlichen Erosion der sozialdemokratischen Partei insgesamt führen kann. Unter 30 % für eine Volkspartei, das geht an den Nerv der Existenz. ...... Mehr:  http://www.nachdenkseiten.de/?p=4169 .... Was wäre zu tun, wenn die SPD Führung nicht fremdbestimmt wäre und den gefährlichen Niedergang dieser großen Partei vermeiden wollte: ........ Wenn Sie die hier skizzierten Vermutungen für schlüssig oder auch nur diskussionswürdig halten, dann geben Sie diesen Text bitte weiter ...... Mehr:  http://www.nachdenkseiten.de/?p=4169 ..................

P.S.: Schreiner wirbt für Rot-Rot im Bund: Er gilt seit Jahrzehnten als Stimmgeber der Linken in der SPD und vehementer Gegner der Agenda-Politik unter Kanzler Schröder. Nun spricht sich Ottmar Schreiner für Links-Koalitionen auf Bundesebene aus - und bricht damit ein Tabu. .... Mehr:  http://www.nachdenkseiten.de/?p=4169 -
Interview mit Albrecht Müller
"Wir müssten wieder zurückfinden zu demokratischen Gewohnheiten", sagt der Nationalökonom Albrecht Müller. Er war Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt unter Willy Brandt und Helmut Schmidt. "Davon sind wir weit entfernt. Heute entscheidet ein Konglomerat von Eliten aus Politik und Wirtschaft, aus Medien und Wissenschaft, wo es langgeht. Sie bestimmen die politischen Entscheidungen. Was die Mehrheit unseres Volkes will spielt eine immer geringere Rolle.  http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=12009&mode=play

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