Kritik an der Darstellung des politischen Spektrums und dem Kampf zwischen „Linken“ und „Rechten“

 
neue Darstellung des politischen Spektrum in Würfel-Form, Kritik am Links-Rechts-Denken

Kritik an der Darstellung des politischen Spektrums und dem Kampf zwischen „Linken“ und „Rechten“

Das derzeitige politische Spektrum ist grob gegliedert in Links, Mitte und Rechts. Es wird oftmals in der bürgerlichen sowie der anarchistischen Presse verwendet und erzeugt den Eindruck, dass „Linke“ und „Rechte“ die größten Gegensätze in der politischen Gegenwart darstellen. Dem ist allerdings nicht so und in dem folgenden Spektrum in Form eines Würfels wird dies deutlich. (Verbesserungsvorschläge sind gern erwünscht)

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Lässt man sich auf ein Links-Rechts-Denken ein, führt dies nur dazu, dass die gegenwärtigen Machthaber, die Kapitalisten bzw. Neoliberale, gestärkt werden, da sich ihre „Gegner“ untereinander beschäftigen und schwächen, obwohl keiner von Beiden, weder die „Linken“ noch die Rechten, augenblicklich sein Konzept verwirklichen kann aufgrund des fehlenden Rückhaltes in der Bevölkerung. Was macht es für einen Sinn, wenn „Linke“ und „Rechte“ sich bekämpfen und die hauptsächliche Folge nur die Beibehaltung des Status Quo ist, selbst wenn eine Seite die andere „besiegen“ würde? Zusätzlich werden sie von den Machtinhabern und der restlichen Bevölkerung als gewaltbereit und unsympathisch dargestellt bzw. wahrgenommen.

Des weiteren werden Gemeinsamkeiten, wie der Drang nach einer Verbesserung der Lebensverhältnisse und der gesellschaftlichen Zustände, völlig ausgeblendet und objektive, gegenseitige Kritik gewissem Schubladendenken und Dogmen untergeordnet. Weder die Anarchisten noch die Nationalisten haben die gegenwärtigen Missstände zu verantworten, sondern die Machtinhaber.

Die Anarchisten sollten Ihr Ziel, Ihr Ideal, klar vor Augen haben, sich nicht davon abbringen lassen und keine Kompromisse eingehen, um ihr oberstes Ziel, dem Zustand der Anarchie, der Herrschaftslosigkeit, zu erreichen. Indem man die politisch machtlosen Nationalisten, da sie keine Machtinhaber sind, bekämpft, kommt man diesem Ziel nicht näher, man entfernt sich eventuell sogar davon.

Die Medien propagieren den Gegensatz zwischen Links und Rechts um u. a. Anarchisten und Nationalisten gegenseitig auszuspielen. Eine weitere Folge ist zudem, dass kritische und enttäuschte Menschen, die sich von der „Mitte“ abwenden möchten, teilweise ihr Heil in der NPD, der Linken, der AfD bzw. bei den Piraten suchen, völlig außer Acht lassend, dass diese Parteien grundgesetzestreu handeln und somit das gegenwärtige System samt der Missstände nicht bekämpfen bzw. ändern werden, sondern lediglich reformieren könnten. Politische, grundgesetzeskritische Gruppen außerhalb der zugelassenen Parteilandschaft werden kaum geduldet, verboten bzw. totgeschwiegen, und das nicht ohne Grund. Die Mittel, um dies zu rechtfertigen, sind vielfältig: Eingeschleuste V-Leute, verkleidete Staatsdiener in Demonstrationen, Entfremdung von Begriffen, z. B. der Begriff „Anarchie“ wird fälschlicherweise gleichgesetzt mit Unordnung, Chaos und Militanz und „Nationalismus“ mit Neonazismus, Hitler und Rassismus. Deshalb ist es wichtig, seine eigene Wortwahl wohl zu überdenken und zu analysieren. Die Ziele dieser Mittel sind das Schaffen von Meinungen und die Diskreditierung der jeweiligen Gruppe in der Bevölkerung.

Der Mensch hat nur ein begrenztes Leben zur Verfügung und sollte seine Energie möglichst effektiv einsetzen. Haben uns die letzten Jahrzehnte dem Zustand der Anarchie näher gebracht? Was haben die Aktionen tatsächlich bewirkt?

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