Australien: Arbeitsbedingungen

Über eine halbe Million ArbeiterInnen demonstrieren in ganz Australien

 
Über eine halbe Million Menschen nahmen am 15. November in über 300 Protesten in ganz Australien teil. Dies war die erste Initiative einer nationalen Bewegung von ArbeiterInnen, die ihre Solidarität und ihre Abneigung gegen das neue Gesetz für industrielle Verbindungen, ein Angriff auf Arbeitsbedingungen das von der Bundesregierung Howard vorgeschlagen wurde. In Melbourne gab es die größte politische Kundgebung in der Geschichte der Stadt mit bis zu 250.000 Menschen, die die Innenstadt komplett blockierten und in einer Demonstration 18 Häuserblocks entlang zog. Auch in Sydney waren es rund 45.000 Menschen, die sich am frühen Morgen in Martin Place versammelten. Sie blockierten die M4 Schnellstraße während in Perth, Adelaide, Brisbane, Hobart und Darwin unvorstellbare Menschenmengen unterwegs waren. Auch Regional Australia trat in Kraft und es fanden Solidaritätsproteste in Wellington, Auckland und Christchurch statt.

IMC Melbourne | Australian Council of Trade Unions | "Your Rights at Work - worth fighting for", die offizielle Kampagnenseite

Die IR Änderungen in der Regierung Howards und die Anti-Terror Gesetze sind eng miteinander verwoben und halten das konservative politische Verhalten Australiens in der Regierung. Die neuen Aufwiegelungsgesetze geben vor, dass Dispute in der Industrie oder industrielle Angelegenheiten als aufrührerisch behandelt werden sollten weil es sich hierbei um "schlechten Glauben" handeln soll. Die Reformen setzen desweiteren die australischen Arbeitsplatzabkommen unter Druck, demnach das Streikrecht definitiv verloren sein würde, während den Arbeitgebern Ausschließungen leichter gemacht werden könnte.

Berichte: [ 1 | 2 ]
Fotos: [ 1 | 2 | 3 ]
Andere Städte: [Bericht bei Wikinews | Bericht aus Sydney | Fotos aus Sydney | Fotos aus Perth ]
Internationale Solidarität: [Indymedia Aotearoa | Wellington | Auckland]

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