KOREA: Kampf gegen Räumung

Die Schattenseite der Entwicklung: Kampf gegen Räumungen in Korea

 
Am 20. Januar kamen bei einer illegalen und nicht zu Ende geführten Razzia auf Aktivisten und Hausbewohner im Zentrum Seouls sechs Personen ums Leben. Dieser Vorfall zog sofort anhaltende Demonstrationen gegen Polizeigewalt, massive Sanierungspläne und die Regierung nach sich, die diese beiden Themen verschärft hatte. Die Sanierungsprojekte Südkoreas stießen schon immer auf heftigen Widerstand, denn die landlosen Armen wurden für den Profit des wohlhabenden Konglomerats geopfert. Diese brutale Razzia im Yongsan Viertel hat jedoch zu einer nie da gewesenen Solidaritätsbekundung von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen geführt, die den Kampf um Unterkunft und Überleben unterstützen.

Am Montag, 19. Januar, haben Anti-Räumungs-Aktivisten, Mitglieder von Jun Chul Yun und die Föderation Gegen die Zerstörung von Häusern, wie auch Anwohner aus der Nachbarschaft und aus anderen Gegenden ein fünfstöckiges Gebäude im Yongsan4ga Viertel besetzt und auf dem Dach eine Schutzunterkunft errichtet. Der Zugang zum Dach wurde gesperrt, so dass die Polizei sie nicht entfernen konnte. Die Anti-Räumungs-Aktivisten haben sich auf die Besetzung und den Kampf vorbereitet. Sie statteten sich mit Farbverdünner und Molotowcocktails aus.

1.500 Polizisten wurden eingesetzt, um die rund 50 Demonstranten auseinander zu treiben. Um 22:00 Uhr am Abend vor der Razzia wurden "Vertragsarbeiter" von den Grundbesitzern als "Bauschläger" angeheuert. Sie sollen ihrer traditionellen Rolle nachkommen, die zu räumenden Personen, die sich im zweiten Stock des Hauses versammelt hatten zu verängstigen und anzugreifen. Die Polizei drohte damit, Gewalt gegen die Demonstranten anzuwenden, wenn sie ihr Sit-in nicht auflösen würden. Mit dem Versuch, die Demonstrierenden einzuschüchtern, setzten die „Bauschläger“ den dritten Stock des Hauses in Brand.

Dienstag, 20. Januar um 6:00 morgens schickte die Polizei eine Spezialeinheit in das Gebäude und setzte drei Wasserwerfer ein, die das Dach attackierten. In kürzester Zeit wurde eine Spezialeinheit damit beauftragt, in einer “Anti-Terror” Operation die Proteste und Sit-ins zu beenden. Laut Polizeichef Dong-san wurde so schnell reagiert, da die Demonstranten immer wieder Molotowcocktails, Steine und Golfbälle warfen und Säure auf Polizisten und Passanten sprühten. Es befanden sich 42 Aktivisten auf dem Dach. Der Zugang zum Dach wurde von Innen blockiert. Die Polizei setzte einen Kran ein, um der Spezialeinheit mit einer Hebebühne Zugang zum Dach zu verschaffen. Das Dach wurde durch einen Wasserwerfer angegriffen, während die Demonstranten Widerstand leisteten und Molotowcocktails warfen. Um 7:30 brach in der Behelfsfestung aus unerklärlichen Gründen ein Feuer aus. Die Polizei beschoss das Dach noch immer mit Wasser, welches sich mit dem Farbverdünner vermischte und das Feuer aufs ganze Haus übersprang. Der Rauch wurde immer dicker, die Flammen höher und die Demonstranten hatten alle Hände voll zu tun, das Lager auf dem Dach zu räumen. Das Lager füllte sich mit Wasser und Farbverdünner. Der Verdünner ist leichter als Wasser, schwimmt auf der Oberfläche und so konnte das Feuer nicht gelöscht werden. Aus Verzweiflung wurden Dosen mit Farbverdünner aus den kleinen Fenstern des Lagers geworfen, so dass sich das Feuer nicht noch mehr ausweitet. Ein Demonstrant wollte den Flammen entkommen, hing sich aus einem Fenster und stürzte dann aus dem vierten Stockwerk in die Tiefe. Er erlitt dadurch schwere Verletzung, denn die Polizei hatte keine Matratzen um das Haus herum gelegt. Das Feuer wurde schließlich um 8:00 morgens gelöscht. Fünf Demonstranten und ein Polizist starben. Der Tod aller sechs Personen wird untersucht.

Lügen und Verbrechen

Seit diesem Vorfall gab es zahlreiche Vorwürfe gegen Seouls Hauptkommissar Kim Seok-ki. Es wird sogar behauptet, dass die Polizei bei diesem Ereignis exzessiv Gewalt anwandte, taktische Fehler machte und die Öffentlichkeit anlog.

In einem anfänglichen Statement nach dem Angriff verneinte die Polizei Seouls den Einsatz von privatem Sicherheitspersonal, „Bauschlägern“, während dieses Einsatzes. Nach Aufnahmen des Polizeifunks kommunizierten die Beamten direkt mit den „Bauschlägern“, versorgten sie mit Schilden, erlaubten ihnen leichtes Feuer und beauftragten sie damit, die Hindernisse von den Eingängen des Gebäudes zu entfernen, so dass sie direkten Zugang zum Dach bekommen konnen.

Während der tödlichen Razzia soll die Polizei die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben, aber zahlreiche Fakten bezeugen das Gegenteil. Laut einigen Augenzeugen wandte die Polizei Container, um das Lager zu rammen, das Fundament zum Wanken zu bringen und Feuer zu legen. Mitschnitte des Polizeifunks haben außerdem ergeben, dass einige Beamte sogar gewarnt wurden, dass einige Wasserwerfer das Feuer noch zusätzlich anfachen würden. Sie hatten den Befehl weiter Wasser zu sprühen. Die pausenlose Wasserflut intensivierte das Feuer und machte den Demonstranten die Flucht schwer.

In einem Bericht an die Nationalversammlung des Polizeireviers wird behauptet, dass neun Feuerwehrfahrzeuge eingesetzt wurden, um die Szenerie in Schach zu halten. Die Feuerwehrwache jedoch berichtete, dass es nur zwei Feuerwehrzüge gab und dass sie zusätzliche Einsatzwagen schickten, als das Feuer ausbrach.

Familienmitglieder verurteilen die Polizei auch dafür, dass sie Autopsien ohne ihre Einwilligung durchführten. Sie glauben nicht, dass man einer Autopsie glauben kann, die von der Polizei geheim durchgeführt wurde.

Proteste

Am Abend tzn 20. Januar kam es zu intensiven Konfrontationen zwischen der Polizei und den Demonstranten, die Gerechtigkeit forderten. Mitglieder von Anti-Räumung Gruppen kämpften Schulter an Schulter mit Studenten und Aktivisen, die 2008 schon während der Mahnwachenbewegung aktiv waren. Gewalt brach aus, als die Demonstranten Steine und Ziegeln auf die Polizei warfen.

Seit dem gibt es täglich Mahnwachen und Demos, sogar zu Beginn des neuen Mondjahres. Am 23. Januar versammelten sich ca. 3.000 Menschen am Bahnhof in Seoul, die durch die Polizeireihen brachen und durch das Zentrum Seouls marschierten. Am 31. Januar kamen über 8.000 Menschen auf den Platz und wurden von 10.000 Einsatzpolizisten umstellt. Fünf Personen wurden während der Ausschreitungen mit der Polizei verhaftet, als die Masse versuchte, in einen anderen Teil der Stadt zu ziehen.

Hintergrund

Yong-san4ga ist ein Viertel im Zentrum Seouls und liegt nördlich vom Han Fluss und südlich einer US-Militärbasis. Im Zentrum Seouls ist die Bevölkerungsdichte sehr hoch und die Grundstücksspekulationen durch den angedachten Umzug der US-Militärbasis machen die Gegend für Investoren noch attraktiver.

Samsung, Posco und Daelim, drei der mächtigsten "Chaebols", oder internationale Konglomerate Koreas, erhielten die Entwicklungsrechte für "Yongsan Newtown". Sie werden durch die Sanierung und den Verkauf des Landes geschätzt 4 Milliarden US-Dollar Profit machen, während die Entschädigung den meisten Ladenbesitzern nicht ausgereicht hat, ihr Geschäft umzuziehen und von vorn anzufangen

"Diejenigen, die in die Bezirksstelle kommen und das Unmögliche fordern, werden nicht wie demokratische Bürger behandelt, bitte beherrschen Sie sich." (Banner, das vom Bezirksvorstand Yongsans aufgehängt wurde und die Bewohner, die gegen ihre Räumung protestieren, kritisiert)

Seit über einem Jahr fordern die Bewohner des zu sanierenden Viertels Yongsan von der Bezirksstelle vorübergehende Wohnung und angemessenen Schutz. Das wurde abgelehnt und weder diskutiert noch verhandelt. In dieser Phase wurden von der Sanierungsgenossenschaft private Sicherheitskräfte angeheuert, die Läden und Wohnungen verwüsten, den Bewohnern Angst machen und sogar sexuell belästigen sollten.

Ein Geschäftsinhaber verlor seine Kunden, nachdem mehrere Male vergammelter Fisch in der Nähe seines Restaurants platziert wurde. Die Polizei unternahm nichts gegen die „Bauschläger“. Von den ursprünglich 890 Mietern verließen 763 wegen der Gewalt der „Bauschläger“ und dem Druck der Sanierungsgenossenschaft ihre Wohnungen oder Läden.

Die Geschichte der Sanierung

Mit dem Sanierungsprozess im heutigen Südkorea wurde ein komplexes Netzwerk von Beziehungen zwischen riesigen Geschäftskonglomeraten, der Regierung, wohlhabenden Landbesitzern, angeheuerten „Bauschlägern“, niedrigverdienenden Bewohnern und der Polizei geknüpft. Einige sind offensichtlich, manche undurchsichtig.

Von den 1950er bis 70er Jahren wandte die Stadtverwaltung Seouls Sanierungsmethoden an, bei denen Anwohner direkt von der Regierung gewaltsam entfernt wurden. Die heftige Reaktion gegen die Sanierungspläne und eine wachsende Anti-Räumungsbewegung trieb die Regierung dazu, zu noch raffinierteren Mitteln zu greifen. In den 1980er Jahren wurde eine gemeinsame Sanierungspolitik eingeführt, welche die Regierung oberflächlich aus dem Räumungs- und Sanierungsprozess entband. Das neue System hetzte außerdem die ärmeren Anwohner und Ladenbesitzer gegeneinander auf und schwächte somit das Potenzial für eine städtische soziale Bewegung, die die Legitimität des Staates angreifen könnte.

Die Landbesitzer im Sanierungsgebiet werden überredet der Sanierungsgenossenschaft beizutreten. Diese von Landbesitzern geführte Genossenschaft wählt eine Baufirma, die sich um die Entschädigung der Haushalte und die Räumung des Landes kümmert. Diese "privatisierte Sanierung" reduziert die Einbindung der Regierung und steigert den Gewinn der Bauunternehmen.

Der derzeitige Präsident Lee Myung-bak, auch "Bulldozer" genannt, ist der ehemalige CEO der Firma Hyudae und war politischer Architekt des "Rückbaus" des Cheongyae Flusses, bei dem arme Anwohner und Ladenbesitzer vertrieben wurden. Lee änderte als Bürgermeister Seouls das Sanierungsmodell der Stadt, so dass heute in Seoul allein rund 200 Sanierungsprojekte in Gegenden geplant sind, in denen circa 400.000 Menschen leben.

Schnelle Vergeltung von Dissens

Kim Seok-ki, Polizeihauptkommissar Seouls, der für die Operation verantwortlich ist, wurde erst vor kurzem von Präsident Lee Myung-bak zum nächsten Kommissar der nationalen Polizeiagentur ernannt. Genau wie Myung-bak, der dafür bekannt ist, politische Machtstrategien zu entwickeln, sehen viele diese ungewöhnlich brutale und schnelle Razzia als einen Versuch, seinen Status als angehender Polizeichef zu sichern. Dass es innerhalb von 25 Stunden nach dem Sit-in zur Razzia kam, verrät so manches über die Politik der Lee Administration bezüglich Dissenses. Über Lee Myung-baks Großpartei Han Nara Dang sagt man, sie hätte die Uhr zurück gedreht, um mit zivilen Unruhen fertig zu werden. Die Hauptthemen dieser Politik: keine Verhandlungen und schnelle, gewaltsame Aktion. An dieser Ungeduld und der sofortigen Vergeltung von Dissens ist auch Minerva beteiligt, ein online Wirtschaftsanalyst, der mit seinen genauen Wirtschaftsprognosen und der Kritik der Wirtschaftspolitik der Regierung bekannt wurde. Er wurde am 7. Januar verhaftet und beschuldigt, Gerüchte über die Einmischung der Regierung in den Devisenmarkt verbreitet zu haben.

Im Sommer 2008 kam es während den sogenannten Kerzenlichtprotesten, bei denen eine große Bewegung auf eine genauso harte Repression traf, zu Frust.

Südkorea wurde vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen zwei mal aufgefordert, die Opfer von erzwungenen Räumungen zu schützen.

Fotos: Bilder von der Zerstörung und Graffitis

Videos: Polizeirazzia und Feuer 1 | Video von der Razzia und dem Feuer 2 | Video | nächtliche Proteste am 20. Januar

Dringender Aktionsaufruf

Fragen/Kommentare
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Thug Graffiti

imc-korea 03.Feb.2009 17:46



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 http://www.daehanmindecline.com/digital/20081116b.html

Yongsan Resisting Tenants: 'Falsely Accused, Nowhere to Go'

no chr.! 06.Feb.2009 14:56

Opinion/testimony by Park Tae-wook (17 years old student at Gwacheon high school):

On Jan. 20, 2009, just six days before (Lunar) New Year's Day, there was a tragic incident that happened in the Yongsan area of Seoul. Even now, two weeks later, this topic is a hot issue in Korea. Many believe that this is the result born from the bad rule of the president, Lee Myung-bak.

At Yongsan, for about a year now, there has been talk of redeveloping that part of the city. For the past couple months, construction workers or so-called "service gangsters," roamed the neighborhood and made people fearful.

What they did was unforgivable. They say they first tried to negotiate with the residents, but as we all know, they failed. Then, they tried another method.

This time, they not only instilled fear in the residents, but some actually hammered down brick walls, broke windows, made threats and in some cases, assaulted the residents. It didn't finish in one day, however. They came back the next day, and the next day and the day after that. Again, they made threats to the residents. After days of this kind of harassment, some residents packed up their belongings and left. Others remained and hoped that someone would speak up for them.

As days went by with no change, the residents were getting tired. Everyday "service gangsters" would come to their houses and mock them in every possible way.

Of course it is shocking to believe any of this is happening. One might ask, "Why stay there and wait for harm? Why not leave?" If they would do just that, this wouldn't have been the problem. But the residents had a lot to say to the world.

As things got worse, more people started moving out of their cozy homes into nearby parks or deserted fields. They made themselves comfortable, if there was any comfort, by raising up tents and sleeping inside makeshift houses.

Finally, when only a few houses were left, they decided to carry out violent protests -- putting their lives on the line. Some of them started to go into deserted buildings and constructed double and triple level barricades. They stocked up on food and water. That was the start of the "rebellion" by the residents against the city and the construction companies. Mostly men, they locked themselves in buildings and refused to come out.

Since there were barricades, no one except those who lived in the buildings knew the way up. These men were prepared. Whenever gangsters or police tried to find a way in, they would tighten their barriers. In one news article, they said they even had air rifles, Molotov cocktails, paint thinner and other materials that meant strong resistance.

As days passed, tensions grew. Finally, on Jan. 20, the SWAT division of the police mobilized. By 6 a.m., these squads surrounded one particular building with angry residents in it. These policemen tried to force their way into the building and in doing so, clashed with the residents.

The angry residents had already spread paint thinner on the floors and stairs. The police were informed about this and were supposed to take heed. However, without taking any notice of the danger, the police charged into the building and collided head to head with the residents.

In the process, a fire erupted from somewhere in the building. The few people who were still in the building had nowhere to go. They knew this was the end of the protest. Some actually jumped from the windows, breaking a leg or an arm. The few who got out of the building by way of the stairs were immediately arrested. Still others were rescued by firemen.

However, there were some who did not make it out safely. These men were the five residents who passed away in the fire. In the aftermath, the police did not admit to any mistakes on their part. They blamed only the protesters.

The police even accused the residents of starting the fire. How can this be? Would the residents start a fire and die in it with their protest in vain? No. Then what are they saying?

The answer is this: the police are lying to the citizens.

In reaction to the police's version of events, people from all over Korea stood on their feet and marched into demonstrations. They made banners and shouted "Even apologizing won't be enough," "What is the president doing?" and other phrases that disapproved of the police and the president.

The police and higher ups were taken aback by the reaction of citizens. Kim Suk-ki, who ordered the SWAT action, tried to defuse the situation with words, but the citizens were not tricked. They demanded his resignation followed by a detailed investigation in this matter.

With the investigation still underway, the citizens are still angry. Frequent demonstrations are likely to be seen throughout Korea. With this matter being a hot issue, people are starting to worry other related incidents and this issue is growing by the day. For now, the best solution to this problem is the nation's full out support for the unfortunate residents of Yongsan.

Mass Protests Against the Govt. Are Continuing!

no chr.! 09.Feb.2009 13:57

Yesterday for the 3rd time since the Yongsan Massacre thousands (according to the police: 2,500, according to the organizers and the independent media: 5,000) of political, labour, human right and student activists, together with masses of "ordinary" citizens, protested in downtown Seoul against the S.K. government.

Today's S. Korean "left"-liberal daily newspaper The Hankyoreh reported following:

Police and protesters clash at Yongsan memorial events..

Police and civilians clashed on Saturday during a memorial event for the victims of last month’s police raid on anti-urban development protesters in Seoul’s Yongsan district. The gathering was the third of its kind held in central Seoul following the Yongsan tragedy, which left six people dead.

On Saturday, police arrested six people during the event organized by the People’s Committee to Protest against the Murderous Clampdown on the Yongsan Evictees, including a 25-year-old student only identified by his surname, Park.

Protesters were calling on the government to step up efforts to find and punish those responsible for the Yongsan tragedy.

Police sealed off Chonggye Plaza, where the memorial event was scheduled to be held, leaving protest participants to gather in front of the Korea Deposit Insurance Corp. at around 4 p.m. Approximately 5,000 people joined the event, and over 9,000 police officers were deployed, including members of the riot police. After the memorial event ended, participants attempted to move toward Cheong Wa Dae at around 5:50 p.m., when they clashed with police who were trying to stop them.

In Jongno and Myeong-dong, scuffles between protesters and police also broke out, with police firing water paint at protest participants. The crowd dispersed at around 10 p.m., and approximately 200 college students who had been protesting at Lotte Department store also departed the scene at around 11 p.m..

A memorial event was also held at 7 p.m. on Sunday. Earlier in the day, the People’s Committee had displayed pictures related to the Yongsan tragedy in central Seoul. The committee said it is planning to organize a large-scale demonstration on Monday, when the prosecution is scheduled to unveil the results of its investigation into the Yongsan incident. (*)

 http://english.hani.co.kr/arti/english_edition/e_national/337673.html



* Surprise, Surprise! "No police executives will be indicted over the fatal crackdown on squatters in Yongsan last month, according to an investigation the prosecution wrapped up today. But 20 of the demonstrators - all of whom were rallying over what "insufficient compensation" for an urban renewal project - were indicted for obstructing official duties", Korea Herald reported today.

As usual: The VICTIMS are always to blame!
Just remember the horrible fire disaster in Yeosu, where two years ago 10 migrant workers were killed in the local deportation center.  http://www.ahrchk.net/ua/mainfile.php/2007/2279
Back then the "authorities" (immigration office/ministry of justice..) also ultimately blamed the victims to be responsible for the tragedy.


Related:
DP Calls for Reinvestigating Yongsan Clash
 http://www.koreatimes.co.kr/www/news/nation/2009/02/117_39225.html


For more about the protest demo last Sat.
 http://blog.jinbo.net/CINA/?pid=1742

"Police Were Just Doing There Job" says Korean Courts

eemoogee 10.Feb.2009 12:36

The weird logic of the Korean Prosecution

On February 9th, The Korean Prosecution has announced their biased investigation result of the Youngsan forced eviction and the death of 6 people. ‘The police are not guilty; only guilty are the evictees’ was their point. That means, the murderer is not guilty; guilty is the victim. Last January 20th, six people including 5 evictee-sit-in strugglers and one police officer were killed during the police’s unprecedentedly harsh crackdown mobilizing the SWAT team and thousands of police troops. However, the prosecution brought the charge only to the evictees while reporting that the police, the construction thugs and the redevelopment cooperative are not guilty.

click here for full article


The Weird Logic of the S. Korean Prosecution

no chr.! 10.Feb.2009 14:38

With regard to the article: "Police Were Just Doing There Job, says Korean Courts": The complete (worth reading!!) contribution you can read here:  http://indymedia.cast.or.kr/drupal/?q=ko/node/30

Related stuff in the S.K. press:
Protesters to blame for fatal Yongsan fire: prosecutors (JoongAng Ilbo)
 http://joongangdaily.joins.com/article/view.asp?aid=2900841

Prosecution blames protesters for Yongsan tragedy, clears police (Hankyoreh)
 http://english.hani.co.kr/arti/english_edition/e_national/337916.html

Seoul: Streit um besetztes Haus endet tödlich

Micky the Maniac 11.Feb.2009 19:44

 http://de.indymedia.org/2009/01/240542.shtml

State Terror After the Yongsan Massacre

no chr.! 12.Feb.2009 15:01

Hankyoreh's latest article "Prosecution intensifies its investigation into demolition protest group" is drawing attention to the "slightly tense relationship" between the Lee Myung-bak administration (i.e. the prosecution/police) and the Federation Against House Demolition/Jeoncheolyeon (JCY), especially since the Yongsan Massacre and the following - and ongoing - protests. Well, you also might call it simply: The (increasing) State Terror against JCY!!

For more please check out:
 http://blog.jinbo.net/CINA/?pid=1746

The Fire on Dragon Hill

no chr.! 21.Feb.2009 14:22

A special feature by NewsCham (2.20):

In the early morning hours of January 20th, a shipping container carrying members of the police SWAT team was hoisted to the roof of the Namildang building in Yongsan, a central district in the heart of Seoul City. The SWAT team used water canons to forcibly end a 25-hour long protest that was staged by local residents and members of the National Alliance of Squatters and Evictees. A fire soon engulfed the building. When the fire was finally extinguished at around 8 am that morning, six bodies were among the ashes; five protesters and one police officer...

The complete feature you can read here:
 http://www.newscham.net/news/view.php?board=news_E&nid=51741

Translations Housekeeping

Y6y 27.Feb.2009 02:41

Please delete this Ελληνικά (Greek) translation because it is a duplicate with some misspellings:  http://www.indymedia.org/el/2009/02/921049.shtml

Please only leave this translation which is the correct one:  http://www.indymedia.org/el/2009/02/921050.shtml

"Democracy", made in korea (^^)

JeonCheolYeon(JCY) 01.Mar.2009 15:53

While today (3.1) the people in S.K. remember the 90th anniversary of the establishment of its democracy movement, i.e. the "3.1 Movement for Independence (from the Japanese colonial rule) and Democracy", already yesterday - once again - the S.K. gov't demonstrated its understanding of "democracy"! (*)

* For more please check out:
 http://blog.jinbo.net/CINA/?pid=1761

zhangjiajie travel?go!

love zhangjiajie 10.Mar.2009 10:59

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